Augen wir ein Adler

Die Augenheilkunde (Ophthalmologie) widmet sich der Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen, und selbst, wer als Kind keine Probleme mit seiner Sehstärke hatte, kann als Erwachsener unter entsprechenden Krankheitsbildern leiden. Denn das Auge wird permanent beansprucht – selbst im Schlaf ist das Sinnesorgan aktiv. Der regelmäßige Gang zum Augenarzt ist daher jedem zu empfehlen.

Inzwischen kann die Medizin bei Augenkrankheiten durch die Erarbeitung moderner Konzepte große Erfolge aufweisen. Folgende Augenleiden treten weltweit besonders häufig auf:

  • Grüner Star (Glaukom)
  • Grauer Star (Katarakt)
  • Kurzsichtigkeit
  • Weitsichtigkeit
  • Retinitis (Netzhautentzündung)
  • Makuladegeneration (anderes Netzhautproblem)

Für diese Krankheiten gibt es unterschiedliche Behandlungsformen, die entweder ambulant beim Augenarzt oder in einer Augenarztklinik durchgeführt werden.

1. Therapie:
Die Therapie wird in erster Linie dann bemüht, wenn der Arzt von einer Heilungschance ohne operativen Eingriff oder das Tragen einer Sehhilfe ausgeht. Hier steht der seelische Zustand des Patienten im Mittelpunkt. Auch Akupunktur kann angewandt werden.

2. Operative Eingriffe:
Besonders bekannt ist die Laserbehandlung. Bei einer Laser-OP wird je nach Hornhautbeschaffung, Pupillenweite und Sehschärfe die Iris mit dem künstlichen Lichtstrahl bearbeitet. Der Patient kann entscheiden, ob er eine Lasik-OP mit eventuellen Nebenwirkungen oder eine LasEk-OP vornehmen lassen möchte, bei welcher kurz nach dem Eingriff starke Schmerzen zu spüren sind, jedoch keine Langzeitschäden bekannt. Wer keine der Behandlungen mit dem Augenlaser wünscht, kann auch eine Implantation einer Kunststoff-Prothese erwägen, bei welcher die vorher entfernte Linse durch eine künstliche ersetzt wird.

3. Verordnung einer Brille
Wer keinen Willen verspürt, eine Laser-OP vornehmen zu lassen, greift in der Regel auf eine Sehhilfe zurück. Ob Brille oder Kontaktlinsen, ist Geschmacksache und verträglichkeitsabhängig. Beide Sehhilfen dienen zur Korrektur der Sehschärfe und werden nach einem Sehtest beim Augenarzt oder Optiker angepasst. Dicke und Schliff der Gläser richten sich nach der Sehkraft, ob aus Kunststoff oder entspiegelt, ist Entscheidung des Patienten. Wer Kontaktlinsen bevorzugt, kann hier inzwischen von individuell angepassten über Monatslinsen bis hin zu so genannten Dailys alles erhalten. Beim täglichen Tragen der Kontaktlisen werden führt dies schnell zu hohen Kosten – weshalb sich ein Preisvergleich lohnt.

Egal, für welche Sehhilfe man sich entscheidet: Gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen kaum mehr etwas. Wer also ein modisches Brillengestell, hochwertige Gläser, Kontaktlinsen oder eine Augenlaser-Operation in Erwägung zieht, sollte dasselbe mit einer Zusatz-Krankenversicherung tun.