Effektiv oder hochgestapelt? Alternative Medizin

Während einige auf Schulmedizin schwören und sich am liebsten sofort nach der ersten Einnahme eines Antibiotikums wieder in die Vollen stürzen möchten, schwören andere auf alternative Medizinformen, bei denen fast gänzlich auf Chemie verzichtet und sich stattdessen dem Körper und der Person als Ganzes gewidmet wird. Die verschiedenen Heilverfahren umfassen auch den Seelenzustand des Patienten, und für welche Form der alternativen Medizin man sich auch entscheiden mag: Ausdauer ist gefragt, um Erfolg bei Naturheilverfahren zu erzielen.

Im Folgenden eine Kurzübersicht über die gängigsten Verfahren:

1. Akupunktur
Dass Nadeln in die Haut gestochen werden – soweit reicht das Wissen vieler um diese Art der chinesischen Medizin. Und in etwas stimmt das auch – punktgenaue Setzung der je nach Patient mehr oder weniger dicken Nadeln kann die Blockaden freisetzen, die die gesundheitlichen Störungen ausgelöst haben. Dadurch strömt die als ‚Chi’ bekannte Lebenskraft entlang der Meridiane durch den Körper. In der Regel sind bei einer Akupunktur Behandlung mehrere Sitzungen erforderlich, um den Patienten von seinem Leiden zu heilen.

2. Homöopathie
In der Homöopathie werden vorzugsweise natürliche Heilmittel pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Inhaltsstoffe verwendet. Die verabreichten Medikamente werden entsprechend dem Einzelfall so stark verdünnt, bis sie eine bestimmte Potenz enthalten. Sie wirken ähnlich der Krankheit an sich und sollen dadurch Gleiches mit Gleichem heilen – wie auch in der Schulmedizin beispielsweise bei Grippeimpfungen der Grippevirus als Vorbeugemaßnahme gespritzt wird.

3. Körpertherapieverfahren
Körperorientierte Verfahren werden häufig bei Patienten mit tiefen psychologischen Problemen angewendet und umfassen Bewegungsabläufe, Atemübungen und Berührungsverfahren. Auch die Heilgymnastik mit gezielter Krankengymnastik einer bestimmten Körperregion wird oft erfolgreich eingesetzt. Bei Körpertherapieverfahren können ebenso jeder Muskel beansprucht, als auch mit gesonderten Übungen der Körper besonders weich und locker gestaltet werden.

4. Osteopathie
Bei der Osteopathie schließlich werden alle Muskeln, Gelenke und Organe ertastet und so versucht, ein inneres Gleichgewicht herzustellen, das zuvor oftmals aufgrund eines Unfalls oder altersbedingt aus den Fugen geraten ist. Die Therapieform funktioniert ohne Medikamente und Chirurgie und erfreut sich daher zunehmender Beliebtheit.

Egal, für welche Methode der Alternativen Medizin Sie sich entscheiden: Vor Behandlungsbeginn sollten Sie abklären, ob ihre Krankenversicherung die entstehenden Kosten übernimmt.